Ein Jahr. 12 Monate. Zwölf Fotos. Immer aus der gleichen Perspektive.
Tabea Heinicker hatte die Idee und stellt monatlich ein vielfältiges Album zur Verfügung.
Nach den Kopffüßlern vom April wurde es hier erstmal ruhig in der Malecke. Das Leben findet wieder überwiegend draußen statt, auf Spielplätzen, auf Wiesen, in Wäldern und es wird merklich weniger zu Papier gebracht. Ein paar Runden Salzteigkneten hat es derweil gegeben. Außerdem ein Pinselgelage mit viel Farbe das an die Anfänge meiner 12tel Blick Aufzeichnungen erinnerte. Mit dem Pinsel zählt - so scheint mir - im Moment mehr die Lust an der Farbe, am Mischen, am Manschen, am Flächen füllen. Figürliches, sehen wir mal vom ersten Osterei ab, ist mit dem Pinsel große Ausnahme. Kopffüßler gibt es weiterhin, diesmal mit Filzstiften und bewußter Vielfärberei. Die großen Menschen (einer bin ich) bekamen blaue Haare und je einen Lachenmund. Die zwei kleinen Menschen (einer ist das Mädchen höchstselbst) bearmen einander. Warum ich so ausgeprägte Füße bekam, entzieht sich meiner Kenntnis. In dem grünen Vogelnest steckt jene Geschichte vom verlorenen Vogelei, welches kürzlich auf des Mädchens Sandkasten zerbrach. Am selben Tage haben wir eine Meise begraben, welche zwar nicht aus dem Nest gefallen, wohl aber in die Fänge einer Katze geflogen war. Das Nest wurde also vorsätzlich und immer wieder betonend ganz dicht gemalt, damit kein Ei und auch kein Vogel jemals herausfallen möge... Vielleicht können wir ja mit dem Junibild das Nest noch fest in einem Baum verankern? Ich bin weiterhin sehr gespannt...

20.Mai 2013

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